Projekt: Kupferhammer

Man munkelt, die Gerüchteküche brodelt: erhält der beste Platz der Welt wirklich ein Update?

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Der FC Türk Sport in Bielefeld und seine Heimspielstätte, der Sportplatz »Kupferhammer«, sind legendär. So legendär, das mehrere lokale und überregionale Zeitschriften, Magazine, Radiosendungen und sogar das TV den Platz zum kuriosisten Deutschlands und sogar Europas gewählt haben. Der Halbglatzenplatz (außen Rasen, innen Asche) existiert seit der Gründung und der darauffolgenden offiziellen Meldung des Vereins zum Ballsport 1974 bzw. 1976, davor war es ein reiner Ascheplatz. Mit der Aufarbeitung der Bodenbeläge erhofften sich die Verantwortlichen eine Verbesserung für die Sportler, jedoch ist das Gemisch aus Rasen und Asche weiterhin ein schwierig zu bespielender Untergrund.

Neustes Beispiel: Spielabsage im September 2022.

Eine erste große Renovierung gab es am Sportplatz »Kupferhammer« 2020, als die Stadt Bielefeld beschloss einen größeren sechsstelligen Betrag zu investieren, um den besonders bei Regenfällen schwer zu bespielenden Sportplatz auf Vordermann zu bringen. Das Vorhaben schnitt “Semi-gut” ab, denn die installierte Drainage erfüllt ihre Zweck nur bedingt und es kommt weiterhin zu Trainings- und Spielabsagen auf Grund von Niederschlag. Eine wesentliche Verbesserung zu dem Zustand davor erfolgte aber in Sachen Begradigung des Untergrunds, der Pflege des Rasens und auch die Angleichung der beiden Untergründe aufeinander lässt sich als Kicker spüren.

Die gesamte Planung der Anlage als Skizze.

Der neue Vorstand unter dem Vorsitz von Murat Karanfil wagt trotz zahlreichen Rückschläge seiner Vorgänger nun aber den endgültigen Schritt zur Realisierung eines Kunstrasenplatzes am »Kupferhammer«. »Wir haben sehr gute Gespräche geführt, viele Ämter und Institutionen sehen die Notwendigkeit einer Verbesserung des Platzes und wollen uns in dem Unterfangen positiv begleiten. Als Verein haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, alle Unterlagen und Genehmigungen liegen vor, unsere Absicherung für den Eingenanteil an der Finanzierung auch«, schildert Karanfil und erklärt weiter, das ein Scheitern weiterhin durch ein “Nein” aus der Politik möglich ist. Ein Architekt wurde mit der Planung des Sportplatz-Komplexes beauftragt. Der Plan beinhaltet auch die Aufwertung der gesamten Anlage, denn auch die Nebenschauplätze am Sportplatz sind teilweise in einem desolaten Zustand: »Wir versuchen mit eigenen Mitteln bereits etwas an dem Zustand zu ändern, der Sportplatz soll für alle Besucher einladend, sauber und vor allem sicher sein«, führt Vorstandsmitglied Mert Tumay aus.

Geplant ist, weitere große Sponsoren für das Projekt zu gewinnen. Aktuell eine genaue Zahl zu beziffern ist nicht möglich, aber mehrere Großsponsoren haben bereits ihre Zusage erteilt. Die Komplexität des Projektes ermöglicht es dem Vorstand viele und sehr attraktive Werbeflächen zur Verfügung zu stellen. Namensrechte an der Spielstätte, Werbebanden, Tribüne/n und einzelne Sitzplätze sollen in die Vermarktung gehen. Weiterhin ist ein Spendentool geplant, an dem sich jeder per Online-Zahldienst oder klassisch per Überweisung beteiligen kann. Bei einem Projekt dieses Ausmaßes zählt wirklich jeder Cent, alle Spenden werden offiziell registriert, quittiert und im Falle einer Nicht-Realisierung auch zurückgebucht.

Eine komplexe Anlage inkl. Spielstätte, Tribüne und Vereinsheim.

Hauptaugenmerk des Vorhabens ist es, eine Spielstätte für mehrere Generationen zu realisieren. »Der Verein hat lange Jahre sehr erfolgreich Jugendarbeit betrieben. Aktuell ist der Sportplatz darauf nicht ausgelegt, diese Kapazitäten würde der Untergrund nicht stemmen können. Darüber hinaus sehen viele Elternteile die Gesundheit ihrer Kinder gefährdet, bei einem solch maroden Platz«, zeigt Cengiz Külâh die zukünftigen Pläne des Vereins auf. Es soll eine Spielstätte und eine Anlage gestaltet werden, die die eigenen Kapazitäten des Vereins stemmen kann, inklusive aller Jugendjahrgänge und Mädchenmannschaften. Und noch mehr ist geplant: die Anlage könnte den umliegenden Einrichtungen zur Entlastung dienen. Den Sportplatz »Kupferhammer« umringen zwei Schulen und ein Kindergarten, zwei weitere Flüchtlingsunterkünfte sind in unmittelbarer Nähe, auch diese Einrichtugen würden von einem sanierten und voll belastbaren Sportplatz profitieren. Der Aspekt der sozialen Integration ist für den Verein ein wichtiger Punkt, die Anlage am »Kupferhammer« soll als Begegnungsstätte dienen. Hinzu kommt das der Stadtteil Brackwede dringenden Nachholbedarf an Kunstrasenanlagen hat, denn im Süden von Bielefeld stehen aktuell lediglich zwei Kunstrasenplätze und diese sind bereits voll ausgelastet.