BEZIRKSLIGA: FC Türk Sport – SC Wiedenbrück (II) 3:0 (1:0)

Ungemeine Leistungssteigerung: Türk Sport schlägt die Reserve des »SCW«

Mal wieder richtig frech unterwegs: Kayhan Kaya machte das sehenswerte 2:0

Trainer Özgür Sarıdoğan konnte am Ende des Spiels gar nicht zuordnen, woher die Leistungsexplosion auf einmal kam. »Nach so einer desolaten Vorbereitung habe ich mir ein knappes Unentschieden ausgemalt. Ich muss die Truppe loben. Mentalität, Zweikampf, Biss und Spielwitz, heute war alles da. Ein Sonderlob gebührt unserem Kapitän Atilla Parlar, er hat heute wirklich das Mittelfeld komplett abgeräumt«, kam Sarıdoğan aus dem schwärmen nicht mehr raus. Unrecht hat der Übungsleiter aber nicht, denn mit der ersten Chance netzten die »Türk Sportler« schon zum 1:0 ein. In der 03. Minute rutschte Bünyamin Atasayar der Ball über den Schlappen, seine eigentliche Flanke landete im Netz. »Das war genauso gewollt«, scherzte Atasayar nach seiner Auswechselung am Spielfeldrand. Nach der frühen Führung verwaltete der Hausherr das Geschehen, der SC Wiedenbrück kam nicht ins Spiel. Es dauerte lange, aber in der 31. gab es die erste wirklich nennenswerte Aktion der Gäste, der Schuss der Gäste nach superschnellem Konter segelte knapp am Lattenkreuz vorbei. Auch in den folgenden Minuten versuchte es der »SCW«, scheiterte aber erneut mit dem Abschluss, entweder an den eigenen Nerven (34.) oder am saustarken Keeper Georgios Athanassiadis (37.). In der Folge war es erneut Athanassiadis der die Null hielt, er entschärfte eine Doppelchance mit zwei schnellen Reflexen (42.). Es blieb beim knappen und durchaus verdienten 1:0.

Nach dem Seitenwechsel war es ein Geniestreich der zum 2:0 führte. Der eingewechselte Oğuzhan Topalca schnappte sich die Kugel und legte für Kayhan Kaya (Foto) auf. Der Mann machte dort weiter, wo er in der Vorbereitung aufgehört hatte und traf aus guten 35 Metern mit einem Kunstschuss (46.). In einem Wort: Anormal! Mit dem Paukenschlag zum 2:0 war der SC Wiedenbrück abgemeldet, es spielte nur noch der FC Türk Sport. Zwar versuchte der Gast noch einmal in das Spiel zu kommen, aber eine sehr gute Mannschaftsleitung – ganz besonders im Zentrum und der Defensive – sorgte für klare Verhältnisse. Die beste Aktion zum Anschluss entschärfte erneut Athanassiadis nach dem seine Vorderleute geschlagen wurden in der 68. Minute. Den 3:0-Endstand besorgte Simon Schulze, der nach einer Faustabwehr des Gästetorwarts aus 18 Metern Volley die Kugel ins lange Eck schickte (89.). Bei dem Spielstand blieb es auch bis zum Abpfiff.

In der kommenden Woche (05. September 2021) reist der »FCT« zum SW Sende, Anpfiff ist um 15:00 Uhr.