Mitgliederversammlung/Stellungnahme Salutieren

Die erfolgreiche Vorstandsarbeit des FC Türk Sport wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung bestätigt.

Auch die schlechten Bedingungen am »Kupferhammer« waren Thema in der Sitzung.

Die Mitgliederversammlung die am vergangenen Freitag (01. November 2019) kurzfristig einberufen wurde, sorgte für großes Interesse in der »FCT«-Gemeinde. Etwas mehr als 100 Mitglieder nahmen an der Veranstaltung teil. Hauptgrund der Einberufung der Versammlung war, das inzwischen Vorstandsvorsitzender Feyzullah Aras aufgrund von privaten und geschäftlichen Gründen kürzer treten muss. »Leider kann sich Feyzullah Aras in Zukunft nicht mehr zu 100% den Belangen des Vereins widmen, daher haben wir uns den Segen der Mitglieder geholt, um Intern einige Positionen neu zu besetzen. Wir wurden heute in unserer Arbeit und in unserem Amt bestätigt«, freute sich der alte stellvertretende Vorstandsvorsitze Muhammet Demiray über das positive Fazit. Die Neubesetzung des Vorstands im Detail könnt ihr euch hier ansehen. Besonders hervorzuheben ist hier jedoch Sibel Pehlivan, die als erstes weibliches Mitglied ins Gremium aufschließt und sich in Zukunft hauptsächlich um weibliche Mitglieder kümmern wird. »Unser Vorstand arbeitet immer eng vernetzt, aber eine weibliche Figur im Vorstand wird sich in der Außendarstellung sehr positiv für uns auswirken«, erklärt Ehrenbeirat Kemalettin Altun.

Darüber hinaus wurden natürlich alle Kassenbewegungen offen gelegt, der Mitgliederstand diskutiert, die schweren Platzverhältnisse am »Kupferhammer« zum Thema gemacht. Auch der sportliche Erfolg bzw. Misserfolg der Senioren und Junioren wurden abgearbeitet. Die zukünftigen Investitionen in Infrastuktur, Personal und sportlichen Transfers wurden aufgezeigt und die neu gesetzten Ziele und wie die Verwirklichbarkeit umzusetzten ist erklärt.


Stellungnahme und Fazit des Militärgrußes

Auszug aus der offiziellen Stellungnahme:
Wir sind ein reiner Fußballverein, der 1976 gegründet und in Bielefeld ansässig ist. Wir gehören keiner übergeordneten Institution an, weder einer Moschee, noch einem Kulturverein oder einer politischen Gruppierung. Unser Verein beherbergte schon immer Spieler mit und ohne türkische Wurzeln. Diese Tatsache wird sich auch in der Zukunft nicht ändern, da bei uns ALLE Spieler willkommen sind. Wir diskriminieren oder bevorzugen niemanden wegen seiner Abstammung, seines Geschlechts, seiner Sprache, seiner Herkunft, seiner religiösen oder politischen Anschauung. Dieses geht auch klar und explizit aus unserer Satzung heraus.

Wir möchten mit diese Stellungnahme darstellen, dass wir uns von jeder Form des Krieges distanzieren und niemals einen Krieg befürworten würden. Zu dem Vorfall vom 13.10.2019 wollen wir folgende Erklärung abgeben. Es handelte sich hierbei nicht um eine organisierte Bewegung von Seiten des Vereins oder des Vorstandes, da die Spieler eigenständig handelten. Die Spieler sicherten uns zu, dass sie das Salutieren den Menschen in dem nordsyrischen Raum gewidmet haben und keinesfalls als Befürwortung des Krieges verstanden werden soll. Das ist die Meinung der Mannschaft bezüglich des Salutierens, was aus mehreren intensiven Dialogen zwischen der Mannschaft und dem Vorstand hervorgeht. Als Folge zu diesen Gesprächen vereinbarten wir beidseitig, diese oder andere Gesten in Zukunft zu unterlassen, um präventiv Unstimmigkeiten oder Missinterpretationen zu vermeiden.

Wir sind weiterhin davon überzeugt Angelegenheiten im Dialog auszutragen und dadurch nicht einen Schatten über unseren sportlichen Erfolg und unserem Vereinsansehen zu werfen.

In diesem Zusammenhang möchten wir als Verein dieses Thema nun endgültig als beendet wissen, bei Unstimmigkeiten oder weiteren offenen Fragen, kann sich jeder direkt per Telefon oder über unseren Kontakt an uns wenden. Eine Erklärung an die Presse wurde bereits in Auftrag gegeben.

Die uns vom Verband auferlegte Maßnahme haben wir ohne Diskussion angenommen und werden diese umsetzen. In Zukunft möchten wir enger mit dem Kreis, Verband und DFB zusammenarbeiten, um Unstimmigkeiten und Missinterpretationen präventiv entgegenwirken zu können.

Für alle Interessierten anbei eine rechtliche Beurteilung einer unabhängigen Anwaltskanzlei.

Zu guter letzt danken wir jedem, der sich mit uns in diesem Thema solidarisiert, oder aber konstruktive Kritik an den Tag gelegt hat. Wir wiederholen noch einmal ausdrücklich: wir verabscheuen Krieg, der Vorstand und die Spieler unseres Vereins. Unsere Geste galt nicht als politisches Statement.

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